Nasenspitzenkorrektur
Die Ästhetik einer Nase wird maßgeblich durch die Spitze bestimmt: Projektion, Rotation и Symmetrie müssen perfekt mit dem Nasenrücken harmonieren. Eine ideale Nasenspitze ist fein definiert, wirkt natürlich und passt zu den individuellen Gesichtsproportionen. Bei Frauen wird meist ein Nasen-Lippen-Winkel von 100–110° angestrebt, bei Männern etwas weniger. Da das Ergebnis stark von Faktoren wie der Hautdicke abhängt, nutzen wir eine Computersimulation, um gemeinsam mit Ihnen ein realistisches Zielbild zu entwickeln.
Breite Nasenspitze
Eine breite Nasenspitze liegt oft an dicker Haut, die ein stabiles Knorpelgerüst zur Stütze benötigt. Die Hautdicke bestimmt dabei die Grenzen der Verfeinerung: Während dünne Haut feine Details zeigt, wirkt dicke Haut wie eine Polsterung, die Konturen weicher erscheinen lässt.
Eine zu starke Verschmälerung gefährdet die Nasenatmung и Stabilität. Von einer chirurgischen Ausdünnung der Haut raten wir dringend ab: Sie führt zu schweren, kaum korrigierbaren Vernarbungen. Unser Ziel ist eine harmonische Form, die Ihre natürliche Anatomie respektiert und die Funktion der Nase sichert.
Korrektur bei
breiter Nasenspitze
Bei breiten Nasenspitzen geht es vor allem um die Stabilisierung der gewölbten Knorpelanteile mit kleinen Transplantaten aus der eigenen Nasenscheidewand. Diese werden unter die Wölbung eingebracht und erfüllen damit gleich zwei Funktionen: Einerseits die Begradigung der Wölbung, andererseits die Verstärkung des Knorpels. Hinzu kommen spezielle Nahttechniken, die den Knorpel verformen sollen.
Bei Patienten mit sehr dicker Haut muss man teilweise sogar die Nasenspitze etwas vergrößern, um ein ästhetisch besseres Ergebnis zu erzielen. Das mag widersinnig klingen. Aber entscheidend ist das bereits Gesagte: Die Nase wirkt erst dann schön, wenn sie klar definiert ist. Einfach nur eine kleine Nasenspitze zu haben, lässt die Nase noch lange nicht schön erscheinen.
Korrektur bei hängender Nasenspitze
Hängende Nasenspitzen werden aufgerichtet, indem mit Knorpeltransplantaten aus der eigenen Nasenscheidewand eine Stabilisierung der Nasenachse, also der tragenden Säule, vorgenommen wird. Von Haus aus sind die Knorpel der Nasenspitze und die Nasenscheidewand nur durch bindegewebige Fasern verbunden. Fixiert man diese Strukturen miteinander, kann man die gewünschte Projektion und Rotation erreichen – und das auf Dauer.
Bei früheren Techniken zeigte sich immer wieder das Problem der absinkenden Nasenspitze, da die Nasenscheidewand als tragende Säule und die Nasenspitze getrennt betrachtet wurden. Um das Absinken zu kompensieren, wurde die Nasenspitze meist überprojiziert. Erst nach Jahren stellte sich dann das gewünschte Endergebnis ein – oder auch nicht und es kam zu einer erneuten Unterprojektion.
Wichtig für das Verständnis ist, dass sich die Nase nach einer Nasenspitzenkorrektur mit heutigen Techniken fester anfühlt und weniger flexibel ist. Das ist einerseits gewollt, andererseits nicht anders möglich, um ein dauerhaft stabiles Ergebnis zu erzielen.